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Tipps

Wie das Zeitalter des Gebens die Welt verändern wird

Weltweit werden 19 Kriege geführt und 223 Auseinandersetzungen wurden 2015 mit Waffen ausgetragen (HIIK Konfliktbarometer, 2015). Hunger, Wassernot und Arbeit in Sklavenbedingungen bedrohen das Leben von Millionen von Menschen. Vereinsamung, gesellschaftlicher Druck, systembedingte Ausbeutung und innere Leere zerfressen andere von Innen.

Ich höre von vielen, dass sie daran glauben, die Menschheit werde sich unweigerlich selbst zerstören. Ich sehe jedoch noch eine andere Entwicklung. Ich sehe ein neues Zeitalter, welches schon von Menschen vor uns wie Martin Luther King Jr., Bruce Lee, Mahatma Gandhi und Nelson Mandela eingeläutet wurde und heute von Aktivisten weltweit und in unserer Mitte weitergetragen wird. Ein Zeitalter des Gebens.
Ich glaube diese Veränderung ist wie eine Welle, die uns unaufhaltsam mitzieht und uns zu einer Welt des Überflusses führt. Die Veränderung fängt heute bei uns an.

In diesem Artikel geht es darum, wie du und ich Teil dieser Bewegung sein können und wie wir schon heute in einer Welt des Überflusses leben können.

Wie willst du sterben?

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Memento Mori. Besinne dich des Todes. In unserer heutigen Gesellschaft geht es in vielen Bereichen darum, ohne Rücksicht auf Konsequenzen Besitz anzuhäufen und möglichst viel von der Welt und zum Teil auch vom Leben anderer zu nehmen. Ich denke diese Tendenz kommt unter anderem daher, dass wir uns unseres Todes zu wenig bewusst sind. Werbung in den Medien und Konzerne geben uns das Gefühl, dass wir ewig leben könnten. «Wie will ich leben?» ist eine wichtige Frage. Ich wage es jedoch davor noch eine Frage hinzuzufügen: «Wie will ich sterben?» Oder: «Wie willst du sterben?»
Mit dieser Frage kommen plötzlich neue Gedanken auf. Meiner Sterblichkeit bewusst, ist es noch viel wichtiger das Leben meiner Träume zu leben, dafür Risiken einzugehen und auf einen gewissen Komfort zu verzichten. Die Frage ist jetzt nicht mehr nur, was wir von der Welt nehmen können, sondern ebenfalls was wir der Welt geben können solange wir hier sind.

Ein weiterer Punkt, welcher die Realität in der wir leben, verzerrt, ist unsere Abhängigkeit vom Ego. Nur zu gerne vergessen wir, dass wir alle voneinander abhängig sind, Teil eines Systems sind und dadurch eins mit allen und allem sind.
Wenn ich ich bin, weil du du bist und du du bist, weil ich ich bin, dann bin ich nicht ich und du bist nicht du. Indem wir unsere Abhängigkeit vom Ego lösen und durch Geben das Leben ganzheitlich angehen, ist das Leben vielmehr ein Spiel und der Sinn im Leben liegt noch mehr darin, das Leben zu leben und unsere Zeit hier zu geniessen. Andere zu beherrschen, alles zu optimieren, uns selbst unter Druck zu setzen und den Tod zu besiegen verliert an Bedeutung.

Selbstliebe

Was im ersten Moment entgegen des Gebens zu stehen scheint, ist bei genauerer Betrachtung die Voraussetzung dafür. Wir können nur geben, was wir auch haben. Erst wenn wir uns selbst lieben, ist es uns möglich, auch andere zu lieben. Wie sonst will ich meinen Nächsten lieben, wie ich mich selbst liebe? Dies heisst für unser Leben, dass wir uns auf unsere eigenen Bedürfnisse einstellen und tun und fragen, was uns persönlich wichtig ist.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich die Kategorien meines Lebens, welche mir wichtig sind, genau angeschaut und sie so optimiert und in Balance gesetzt. So erreichte ich, dass sie mir Freude und magische Momente bereiten. Dies ist ein laufender Prozess, welcher mir immer wieder neue Kraft schenkt, der Mann meiner Träume zu sein, und mir im Überfluss Energie gibt, welche ich mit der Journey to Real Life Community und mit meinen Nächsten teilen kann.

Je mehr die Lebensbereiche in Balance stehen, desto flüssiger verläuft das Leben – wie ein ausgeglichenes Rad. Stell dir vor, was du mit mehr Energie alles gestalten könntest. In welchen Bereichen deines Lebens kannst du dich noch mehr selbst lieben? In deinem Beruf? In deiner Beziehung? In deiner Gesundheit?

Hier ein inspirierendes Gedicht zu Selbstliebe, das der grosse britische Komödiant Charlie Chaplin zu seinem 70. Geburtstag vortrug.

Zeitalter des Gebens

In dem wir uns unserer Sterblichkeit bewusst sind und uns selbst lieben, ist es uns möglich von Herzen zu geben. Geben beginnt mit unseren Gedanken. Ein Gedanke daran, was und wie wir geben möchten, löst eine Folge von Aktionen aus. Was willst du der Welt geben, was dir selbst, was anderen? Auch Gedanken selbst können wie Samen auf dem Feld weitergegeben werden und erwachsen mit Sorge und Zuwendung.

Eine gute Art, das Geben spürbar zu machen, ist in Form von Symbolen und Gesten. Wir kennen das, wenn wir jemandem ein Geschenk machen, ein Projekt oder eine Person mit finanziellen Mitteln unterstützen, Freunde zu etwas einladen oder unserem Partner eine Massage schenken. Auf welche Art und Weise wir geben spielt dabei oft eine genau so grosse Rolle, wie was wir geben.

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Beim Geben ist insbesondere in der Entwicklungszusammenarbeit die Hilfe zur Selbsthilfe ein wichtiges Konzept. Geben soll nicht zur Folge haben, dass Abhängigkeit geschaffen wird. Letzteres in vielen Ländern der Fall, welche sich über Jahrzehnte von sogenannter Entwicklungshilfe abhängig gemacht haben und dadurch ihre eigene Wirtschaft nicht weiter entwickeln konnten. Vielmehr soll es beim Geben darum gehen, die andere Partei dabei zu unterstützen, selbständig die eigenen Ziele zu verfolgen.

In unserem alltäglichen Konsum können wir Geben durch den bewussten Einkauf fairer Produkte fördern. Wir können bei Waren wie Lebensmittel, Kleidung und Schmuck den wahren Preis bezahlen und Projekte sowie Unternehmen, deren Mission wir fördern, unterstützen

Eine neue Welt

Wie in der Einführung beschrieben, können wir durch diesen Prozess schon heute im Zeitalter des Gebens leben und Teil dieser neuen Welt sein. Dies bedeutet ein Leben in Überfluss, mit dem was wir zum Leben brauchen.

Knappheit ist dabei eine Illusion, welche unser Denken bei der Suche nach Lösungen und Gaben einschränkt. Fokussieren wir uns auf unsere Ängste, sind wir erstarrt und uns scheint es schier unmöglich, zu geben. Fokussieren wir uns jedoch auf unsere Möglichkeiten, scheint das Ausmass unseres Potentials grenzenlos. Indem wir von einer Welt des passiven Konsums zu einer neuen Welt des aktiven Lebens wechseln, sind wir Teil des Zeitalter des Gebens, Teil eines Lebens in Hülle und Fülle.

Was sind deine Gedanken zum Wandel in unserer Welt?

Grüsse
Prosper

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2 Kommentare

  • Antworten Seraina Dübendorfer 5. Juli, 2016 at 20:01

    Ein sehr berührender Beitrag mit Klasse Fotos! Danke Prosper und Lisa!

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