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Slow Food Market Bern

Letztes Wochenende fand der Slow Food Market in Bern statt. Eine Messe des nachhaltigen, fairen und bewussten Genusses. Lisa und ich besuchten diesen Markt dieses Jahr zum ersten Mal und entdeckten viele Interessante Nahrungsmittel, Händler und inspiriere Pioniere der genussvollen Ernährung. Wir wollten unsere Eindrücke nicht nur für uns behalten, sondern auch mit der Journey to Real Life Community teilen. Deshalb haben wir unseren Besuch mit Fotos und Videos dokumentiert.

Was ist Slow Food?

Bei Slow Food im Gegensatz zum Fast Food geht es um die bewusste und genussvolle Ernährung. Die internationale Bewegung hat sich die Verteidigung vom Recht auf Essen und vom Recht auf Ernährungssouveränität zum Ziel gemacht. Dabei sind Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen wichtige Aspekte. Heute hat sie weltweit über 100’000 Mitglieder in mindestens 140 Ländern. Die Bewegung setzt sich ein für die Bewahrung der Biodiversität und hat weltweit Projekte zur Förderung der Ernährungssouveränität. In regionalen Gruppen tauschen sich die Mitglieder in geselligen Anlässen aus.

Ähnlich wie Journey to Real Life verbindet Slow Food Genuss und Essen mit Bewusstsein und Verantwortungsgefühl.

Was ist der Slow Food Market?

Der Slow Food Market ist eine Messe, welche Produzenten köstlicher und traditionell hergestellter Lebensmittel mit Konsumenten verbindet. Dies bietet den Besuchern die Möglichkeit zu erleben, was Slow Food ist. Events dieser Art sind ein historisches Element der Slow Food Bewegung. Als Vorbild gilt der Salone del Gusto and Terra Madre in Turin. In der Schweiz findet der Slow Food Market im Frühling in Bern und im Herbst in Zürich statt.

Video

Impressionen

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Schokoladentafeln von Naturkostbar. Naturkostbar ist ein Unternehmen, welches sich auf die hauseigene Herstellung von Gourmet-Rohkostprodukten spezialisiert hat. Im Sortiment befinden sich unteranderem kaltgepresste Öle, verschiedene Konfekte und Kakao aus der ganzen Kakaobohne. Alle Produkte werden in der Schweiz produziert.

Die Kakaobohnen werden vom Unternehmen selbst importiert und im Haus geschält. Sie werden in einer Steinmühle 2 bis 3 Tage gemahlen. Auf das Rösten wird verzichtet. Die Endprodukte sind meist mit Kokosblütenzucker gesüsst. Bei einigen Schokoladeprodukten können die Produzenten genau zurückverfolgen, bei welcher Familie der Kakao gewachsen ist. Alle Produkte von Naturkostbar sind fair, vegan, biologisch und roh.

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Es gab auch Stände, welche sich nur mit einem einzigen Lebensmittel befassten, wie der im Bild oben abgebildete Safran von Premium Safran. Safran ist ein leicht aromatisches, blumiges, süsses Gewürz, welches von den Stempelfäden der Pflanze Crocus Sativus gewonnen wird. Breite Verwendung findet das Gewürz hauptsächlich in Risotto und Paella. Es kann auch gut für Süssspeisen oder in Gebäck verwendet werden.

Der Premium Safran wird von der Hochlandebene Khorasan im Iran bezogen, wo die Tradition des Safrananbaus schon seit vielen Jahren gepflegt wird. Das Unternehmen garantiert durch die direkten Geschäftsbeziehungen mit den Produzenten faire Arbeitsbedingungen frei von Kinderarbeit und Safran der höchsten Qualitätsstufe.

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Diese intensiven eingelegten Oliven hauten uns um. Natürlich haben wir eine Packung gekauft, um sie auch zu Hause geniessen zu können.

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Auch qualitativ frisch gemahlene Gewürze waren am Slow Food Market zu finden.

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Diese Brötchen stammen vom Familienbetrieb Linas Vital Shop in Lyss. Die Familie bäckt einen veganen, biologischen Holzofen-Vollkornzopf aus qualitativ hochwertigem Urdinkelmehl. Urdinkel ist eine Bezeichnung für alte Dinkelsorten, die nicht mit modernem Weizen gekreuzt wurden. Er ist besonders mineralstoffreich und wächst auch in eher kargen Gebieten, an welchen herkömmlicher Weizen nicht wachsen würde. Mit der Verwendung von Urdinkel wird die Biodiversität gefördert.

Nebst dem an der Messe angebotenen hochwertigen Zopf bietet das Familienunternehmen in seinem Laden und auf dem Online-Shop viele weitere Produkte für ein nachhaltiges und naturverbundenes Leben an.

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Hier wird keine aussergewöhnliche Nudelsorte produziert, sondern Öl. An vielen Ständen waren Maschinen zu finden, an denen vor Ort kaltgepresstes Öl produziert wurde. Es war spannend, einen Einblick zu erhalten, wie die Produktionsabläufe der Nahrungsmittel, die wir täglich konsumieren, aussehen.

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Überall gab es Dinge zur Degustation. An diesem Stand gab es verschiedene geröstete Kürbiskerne. Nebst den puren Kürbiskernen, gab es gesalzene, gewürzte und gesüsste.

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Bunaroba ist ein Schweizer Händler von Superfoods. In unserem Interview erfuhren wir, dass Superfoods Nahrungsmittel mit einer sehr hohen Nährstoffdichte sind. Sie enthalten viele Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und essentielle Fettsäuren. Unter anderem degustierten wir getrocknete Maulbeeren, getrocknete Gojibeeren, rohen Kakaonibs, Kokosblüttenzucker und Hanfsamen.

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In der Mitte des Messegeländes gab es viele Bio-Wein- und Bio-Spirituosen-Stände, welche ihre Erzeugnisse zur Degustation anboten.

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Diese essbaren Blüten sehen nicht nur schön aus, sondern schmecken auch ganz gut. Man kann sie zum Beispiel benutzen, um Salate aufzupeppen. Nebst der gelben Blütenmischung, gab es auch noch eine mit Violett- und Blautönen.

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Diese biologischen Zitrusfrüchte-Chips stammen von den sizilianischen Produzenten Naturale è, welche nebst ihren schmackhaften Zitrusfrüchte-Produkten auch genussvolle Öle produzieren. Mir selbst haben sie weniger geschmeckt, aber Lisa mochte sie sehr. Sie schmecken leicht bitter und gleichzeitig erfrischend.

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Dies sind Bio-Haselnüsse aus dem Piemont, welche von Liebando in die Schweiz importiert werden. Sie gelten als die Rolls Royce der Haselnüsse. Sie schmecken tatsächlich um einiges besser als die herkömmlichen Haselnüsse. Wir degustierten sie in geschältem und sehr leicht geröstetem Zustand, sowohl gesalzen als auch pur. Köstlich!

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Die Sapori Streuwürze durften wir an frisch gebratenen, warmen Croûtons degustieren. Sie ist jedoch sehr vielseitig verwendbar. Zum Beispiel kann man damit Bouillons und Saucen kochen oder Salate, Pasta und Kartoffelgerichte verfeinern. Hefezusätze, Kristallzucker oder tierische Produkte sucht man vergeblich in der Zutatenliste. Stattde
ssen besteht die «Würzfee» aus Steinsalz, getrocknetem Gemüse, Maismehl, getrockneten Äpfeln, Kräutern, Kurkuma und Sonnenblumenöl.

Wir verbrachten einen wunderbaren Nachmittag am Slow Food Market in Bern und freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Was sind eure Erfahrungen mit Slow Food?

Grüsse
Prosper

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