Rezepte, Tipps

Kochbuch Review: „Vegan to Go“ & Selbstgemachte Wraps

Hallo ihr Lieben

Ein Kochbuch Review! Endlich ist es so weit! Schon länger planen wir, euch unsere liebsten Kochbücher vorzustellen. Damit ihr einen echten Einblick in die Bücher erhält, werden wir jedes Mal ein Rezept, das uns besonders begeistert, mit euch teilen. In Attila Hildmanns vielseitigem neuesten Kochbuch hat es so viele „veganisierte“ Küchenklassiker, die einfach jedem schmecken, dass uns die Entscheidung ganz schön schwer fiel. Die simplen selbstgemachten Wraps, die aus nur zwei Zutaten bestehen (und natürlich noch Salz und Wasser), sind klar einer unserer Favoriten. Die müsst ihr unbedingt mal ausprobieren. Sie sind so toll, dass wir sogar ein Video dazu gemacht haben. 😉 Wem und wieso ich empfehle, das Buch zu kaufen, erfährt ihr in diesem Artikel.

Hier mein Review zum Kochbuch „Vegan to Go“ von Attila Hildmann.

 

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Vegan to Go
Autor: Attila Hildmann
Verlag: Joest Volk Verlag

Attila Hildmann ist Deutschlands Vegan-Koch Nr. 1, der bereits als „Jamie Oliver der Vegetarier und Veganer“ bezeichnet wird.

Wer ist Attila Hildmann?

In der veganen Szene Deutschlands ist der 33-jährige Attila Hildmann, der türkische Wurzeln hat und in Berlin wohnt, klar der bekannteste Koch. Die Ursache für seine Entscheidung, sich vegan zu ernähren, liegt am frühen Tod seines Vaters infolge eines Herzinfarkts. Nach diesem Ereignis begann sich Attila Hildmann mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit auseinanderzusetzen. Er strich tierische Produkte aus seinem Speiseplan, um seinen Cholesterinspiegel zu senken. Indem er zusätzlich Sport in sein Leben integrierte, konnte er 35 Kilogramm abnehmen. Dieser Erfolg motivierte ihn, sich das Kochen selber beizubringen, kreativ in der Küche zu werden und seine Rezepte festzuhalten. Mittlerweile hat er mehrere topverkaufte Kochbücher veröffentlicht, ist in den Medien präsent und kommuniziert aktiv mit seinen tausenden Fans auf Social Media.

Wie sind die Rezepte?

Insgesamt bietet das Buch über 100 total verschiedene Rezepte. Es fällt auf, dass es mehrheitlich sehr bekannte Gerichte aus aller Welt sind. Man findet unter anderem Lasagne, Flammkuchen, Nudelsuppe, Bratkartoffeln, Döner und Wraps. Falls du Süsses liebst, werden dir die Rezepte für Donuts, Kaiserschmarren, Baklava, eine deftige Schokoladentorte und viele mehr gefallen. Attila Hildmann zeigt, wie all dies auch vegan geht. Den Käse auf der Lasagne ersetzt er beispielsweise mit weissem Mandelmus. Statt Bacon kommt bei ihm Räuchertofu in den Cesar Salad. Nebst den klassischen Rezepten gibt es im Buch auch noch einige ausgefallene Kreationen wie beispielswiese gerösteter Vanille-Fenchel mit Granatapfel und Macadamia. Nacheinander geht es um Frühstück, salzige Mahlzeiten, Snacks, Sandwichs, Salate, Drinks und Desserts. Die Zutaten sind für Personen, die normalerweise nicht vegan kochen, vielleicht etwas ungewohnt. Man findet sie aber in grossen Supermärkten und Reformhäusern. Die Rezepte sind gut erklärt und gelingen bestimmt jedem.

Was gibt es sonst noch zu finden?

Attila Hildmann erzählt am Anfang des Buches seine persönliche Geschichte, die ihn zur veganen Ernährung führte. Zudem gibt er Tipps für Kochanfänger und für Neueinsteiger in der veganen Küche. Er zeigt, wie tierische Produkte ersetzt werden können, wie man als Veganer in Restaurants oder bei Imbissbuden unterwegs essen kann, wie man allgemeinen schneller kochen kann und welche Küchenutensilien praktisch sind. Wer schon immer mal einen Proteinshake oder einen grünen Smoothie machen wollte, erhält dafür ebenfalls eine Anleitung in Attila Hildmanns „Vegan to Go“. Zu jedem Rezept gibt es eine kleine Anekdote oder Bemerkungen bezüglich der Nährwerte und der Zubereitung.

Was ist besonders toll?

Bemerkenswert ist, dass jedes einzelne Rezept mit einem sehr schönen Foto illustriert ist, was richtig Lust zum Nachkochen gibt. Das Buch ist sehr persönlich. Durch die ausführliche Einleitung und die Kommentare zu den Rezepten lernt man den Autor und seine Anliegen gut kennen. Der Schreibstil ist sehr sympathisch. Mir gefällt natürlich, dass für eine nachhaltige Ernährung plädiert wird. Die Aufforderung, Bio, regional und saisonal zu essen, ist durchaus lobenswert. Ich finde, dass „Vegan to Go“ einen genialen Überblick über die Vielfalt der veganen Küche bietet. Typisch vegane Rezepte wie Falafel oder Tofu-Feta sind genauso enthalten wie „veganisierte“ Klassiker und einige raffinierte vegane Kreationen. Das Ziel, zu zeigen, wie vegane Ernährung wunderbar schmecken kann mit Rezepten, die jedem und jeder inklusive garantiertem Spassfaktor beim Kochen gelingen, wird definitiv erreicht.

Was könnte besser sein?

Mit dem Buchtitel „Vegan to Go“ ist meiner Meinung nach ein bisschen zu viel versprochen. Einige Gerichte müssen in einem Tupperware zur Arbeit gebracht werden, wodurch sie nicht unbedingt mehr „to go“ sind als irgendwelche andere Mahlzeiten. Immerhin gibt Attila Hildmann immer wieder praktische Tipps, wie das Kochen schneller geht und welche Behälter sich eignen, um das gekochte Essen zu transportieren. Meiner Meinung wird durch den Fokus auf das Schnelle und Praktische jedoch zu wenig betont, wie wichtig es ist, mit Liebe zu kochen! 😉 Etwas widersprüchlich finde ich ausserdem den Vorschlag, das Essen einzufrieren und in der Mikrowelle aufzutauen. Ich habe bereits von Studien gelesen, die die gesundheitsschädigende Wirkung von Mikrowellen aufzeigen. Attila Hildmann will dagegen gesunde Ernährung fördern. Aber man kann ja seine Suppe auch einfach im Kühlschrank aufbewahren und in der Pfanne aufwärmen.

Für wen ist das Buch geeignet?

Vegan to Go“ ist ein gutes Buch für alle, die sich ab und zu oder ausschliesslich vegan ernähren möchten. Besonders Kochanfänger und Personen, die sich neu vegan ernähren möchten, finden viele hilfreiche Tipps. Doch auch die erfahreneren (veganen) Köche können sich durch die vielfältige Auswahl von Gerichten inspirieren lassen. Das Buch macht den Genussmenschen, die nicht stundenlang in der Küche stehen wollen, Freude am alltäglichen Essen und Kochen. Ich bin sicher, dass jeder in diesem Buch (mindestens) ein Lieblingsrezept, das in Zukunft regelmässig zubereitet wird, finden wird!

Rezeptbeispiel

Für uns ist das momentane Lieblingsrezept aus Attila Hildmanns „Vegan to Go“ das super simple Wrap-Rezept. Ich werde euch dieses nicht vorenthalten.

SELBSTGEMACHTE WRAPS

pflanzlich (vegan), sojafrei, laktosefrei, Vollkorn

für 4 Personen

Zubereitungszeit:

Schwierigkeitsgrad: einfach

Zutaten:

  • 215 g Vollkorndinkelmehl (Attila Hildmann verwendet gewöhnliches Weizenweissmehl, du kannst auch Dinkelweissmehl oder Weizenvollkornmehl verwenden)
  • 30 g Olivenöl

Anleitung:

Gebe das Dinkelmehl und das Öl zusammen mit 100 ml Wasser und einer Prise Salz in eine grosse Schüssel. Knete dies gut zu einem Teig. Danach musst du deine Arbeitsfläche mit etwas mehr Mehl bestäuben, den Teig vierteln und jeden Viertel zu einer Kugel formen. Jede Kugel musst du mit noch ein bisschen mehr Mehl bestäuben, bevor du sie mithilfe eines Nudelholzes kreisrund auswallst. Nimm eine Bratpfanne und erhitze sie. Bei mittlerer oder hoher Hitze kannst du nun jeden Wrap ohne Fett pro Seite ca. 1 min backen. Die fertigen Wraps legst du zwischen zwei feuchte Küchentücher, damit sie nicht vor dem Füllen hart werden.

So sah unser köstlicher Vollkorn-Wrap von innen aus. Rechts siehst du Attila Hildmanns perfekte Originalversion, die er übrigens „Wrap ‚Mexico City‘“ nennt.

Nun fragst du dich bestimmt, wie du die Wraps füllen kannst. Die Antwort ist ganz einfach: Nimm einfach alles, was du magst, und achte darauf, dass mindestens eine Sauce dabei ist!

Mein Wrap auf dem Foto enthält alles, was ich an diesem Tag gerade aus den Resten in unserem Kühlschrank zusammenzaubern konnte. Das war ein Pflaumenchutney (ähnlich wie dieses Chutneyrezept), Reis, Sojabohnen mit Garam Masala und Leinöl, gebratene Zwiebeln und Karotten, Gurkensticks, eine Mandelmus-Sauce und zerbröselte Maiswaffeln. Prospi und ich waren total glücklich mit dieser improvisierten Füllung.

Attila Hildmann schlägt eine mexikanisch angehauchte Füllung vor, die aus Reis, Kidneybohnen mit Zwiebeln und Gewürzen, Salat, Gurke, Paprika, zerbröselten Tortillachips und Guacamole besteht. Wie ihr merkt, habe ich mich schon ein bisschen von diesem Vorschlag inspirieren lassen.

Attila Hildmanns Rezept für die Wraps „Mexico City“ kannst du hier gratis als PDF herunterladen:

PDF Rezept downloaden

Und hier kannst du das Buch kaufen:

Vegan to Go_Cover

 

Hast du das Rezept ausprobiert? Womit füllst du deine Wraps am liebsten?

Hast du noch Fragen zum Kochbuch? Gerne beantworte ich sie, wenn du einen Kommentar hinterlässt.

Liebe Grüsse aus Seattle 🙂

Lisa

P.S. Falls dir der Artikel gefällt, freuen wir uns über Shares und Likes.

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