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Rezepte, Tipps

Kochbuch Review: „Krautkopf – vegetarisch kochen und geniessen“ & Die besten Ofen-Samosas

WOW! Dieses Buch ist fantastisch. Ein wahres Kunstwerk – in kulinarischer und fotografischer Hinsicht. Als das Kochbuch der beiden Food Blogger Susann Probst und Yannic Schon per Paketpost bei uns angekommen ist, freute ich mich riesig. Einige Tage später nahm ich mir Zeit, um auf dem Sofa mit einer Tasse Tee das ganze Buch durchzublättern und Teile davon zu lesen. Weil ich so begeistert davon bin, möchte ich es euch jetzt unbedingt präsentieren. Wie immer in unseren Kochbuchreviews, teile ich ein besonders tolles Rezept mit euch. Dieses Mal handelt es sich um die allerbesten im Ofen gebackenen Samosas der Welt.

Hier mein Review zum Kochbuch „Krautkopf – Vegetarisch kochen und geniessen“ von Susann Probst und Yannic Schon.

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Krautkopf – Vegetarisch kochen und geniessen
Autor: Susann Probst, Yannic Schon
Verlag: Coppenrath

Susann Probst und Yannic Schon sind ein Fotografenpaar aus Berlin mit einem vegetarischen Food Blog genannt „Krautkopf“.

Wer sind Susann Probst und Yannic Schon?

Susann Probst und Yannic Schon sind ein junges Paar, das in Berlin wohnt. Sie teilen miteinander ihre Liebe zur Fotografie und zum Kochen. Diese beiden Leidenschaften verbinden sie auf ihrem Blog namens «Krautkopf», der seit 2013 existiert. Regelmässig veröffentlichen sie vegetarische und saisonale Rezepte, die mit fantastischen Fotos illustriert sind. Als Fotografen arbeiten sie unter anderem im Bereich Hochzeitsfotografie. Auf ihrer Webseite «Paul liebt Paula» erhält man einen Einblick in ihre Arbeit.

Wie sind die Rezepte?

Alle Rezepte im Krautkopf Kochbuch sind, wie der Titel bereits verrät, vegetarisch. Viele davon sind vegan. Dabei sind sie unglaublich vielfältig. Es gibt insgesamt so viele Zutaten, die alle in irgendeinem Rezept ihren perfekten Platz finden. Meistens handelt es sich um saisonales und einheimisches Gemüse. Allerdings kochen Susann Probst und Yannic Schon auch sehr international. Die Rezepte haben Einflüsse aus aller Welt. So findet man zum Beispiel japanische Sobanudeln mit Tofu oder südindische Pfannkuchen genannt «Dosas». Die Zutaten werden immer möglichst frisch und unverarbeitet verwendet. Im Samosa-Rezept, das ich euch unten noch vorstellen werde, wird unter anderem aufgefordert, frische Erbsen anstatt Konserven und frischen Ingwer anstatt Ingwerpulver zu verwenden. Allerdings betonen die Autoren selbst, dass man sich nicht 100 % an die Rezepte halten soll, sondern durchaus kreativ sein kann. Als Süssungsmittel kommt kein raffinierter Zucker zum Einsatz, sondern es werden Alternativen vorgeschlagen. Die Kreationen sind schlichtweg genial. Es gibt viele Kombinationen und Zubereitungsformen, die ich in dieser Form, nirgendwo sonst gesehen habe. Mit jedem Rezept kann man seine Gäste garantiert beeindrucken.

Was gibt es sonst noch zu finden?

Alle Rezepte sind mit wunderschönen Fotos illustriert. Auf den Fotos ist das Essen jeweils sehr schön angerichtet, sodass man auch lernt, wie man das gekochte Gericht am Schluss besonders toll präsentieren kann. Auch zwischen den Rezepten gibt es immer wieder ein paar Fotos, die einen Einblick ins inspirierende Leben von Susann Probst und Yannic Schon bieten. In einer schönen Einleitung berichten die beiden von ihrer Ernährungsweise und geben ein paar Tipps. Auch zu jedem Rezept gibt es einen kleinen persönlichen Kommentar. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten geordnet. Am Schluss des Buches werden noch einige Grundrezepte erklärt. Der Leser erfährt, wie er Gemüsebrühe, Cashewsahne, Mandelmilch und Currypaste ganz einfach selber herstellen kann. Mit Symbolen ist gekennzeichnet, ob ein Rezept vegan, laktosefrei oder glutenfrei ist.

Was ist besonders toll?

Ich finde die Ernährungsphilosophie von Susann Probst und Yannic Schon beeindruckend. Ganz im Sinne von «Real Life» versuchen sie Genuss, Kreativität, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu verbinden, was ihnen absolut gelingt. Ihre Küche ist meiner Meinung nach wirklich authentisch und inspirierend. Wie gesagt, sind viele Kreationen einfach genial und neu. Trotz der unglaublichen Vielfalt an Zutaten und Kombinationen, hat das Buch eine klare Linie. Es werden zum Beispiel immer wieder vollwertige Getreidesorten, frisches Gemüse und besondere Gewürze verwendet. Die Rezepte sind sehr gut erklärt und lassen Raum zum Experimentieren. Die Fotos sind Kunst, die ich stundenlang betrachten könnte.

Was könnte besser sein?

Ehrlichgesagt: NICHTS. Man könnte einwenden, dass einige besondere Zutaten nicht ganz einfach zu finden sind, wenn man nicht in Berlin wohnt. Das sprechen die Autoren allerdings an und fordern auf, kreative Alternativen zu suchen.

Für wen ist das Buch geeignet?

Das Buch ist wunderbar für alle Geniesser, die Essen lieben und gleichzeitig auch Wert auf Nachhaltigkeit und Gesundheit legen. Wenn du vielfältiger Essen möchtest, liefert dir das Krautkopf Kochbuch einige geniale Inspirationen mit Schwerpunkt auf pflanzlicher Ernährung. Ebenfalls ist das Buch sehr geeignet für Menschen, die gerne in der Küche experimentieren und neue Inspirationen wollen. Wer interessiert an Food Fotografie ist, wird das Krautkopf Kochbuch lieben. Eigentlich empfehle ich dieses Buch fast jeder Person, die nicht eine totale Abneigung gegen das Kochen hat (und das würde ich so nicht bei jedem Kochbuch sagen…). Es ist wirklich unglaublich qualitativ und mit viel Liebe gemacht.

Rezeptbeispiel

Da Prospi der grösste Samosa-Liebhaber ist, den ich kenne, haben wir uns natürlich dafür entschieden, als erstes die «Samosa Pies» aus dem Krautkopf Kochbuch auszuprobieren. Ich habe bereits früher schon Ofen-Samosas mit dem Wrap-Teig von Attila Hildmann gebacken und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Also beschloss ich, diesen Teig beizubehalten. Anders als im Krautkopf Kochbuch, wollte ich keine kleinen Pies, sondern klassische dreieckige Samosas. Übernommen habe ich jedoch die Füllung mit der selbstgemachten Gewürzmischung. Und das hat sich sowas von gelohnt! Die Samosas wurden so authenthisch und würzig. Ab jetzt mache ich meine Samosas immer mit dieser Füllung.

OFEN-SAMOSAS

pflanzlich (vegan), sojafrei, laktosefrei, Vollkorn

für 16 Stück

Zubereitungszeit:

Schwierigkeitsgrad: mittel

Zutaten:

Teig

  • 420 g Vollkorndinkelmehl (auch Dinkelweissmehl, Weizenweissmehl oder Weizenvollkornmehl ist möglich)
  • 60 g Olivenöl

Gewürzmischung

  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 2 TL braune Senfsamen
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • 1 TL Cayennepfeffer (oder schwarzer Pfeffer)

Füllung

  • 750 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 15 g frischer Ingwer
  • 2 frische grüne Chilischoten (oder 2 getrocknete kleine rote Chilischoten)
  • 12 frische Curryblätter (oder eine Hand voll Currykraut)
  • 1 EL Kokosöl
  • 250 g frische Erbsen (ich habe getrocknete Erbsen gekauft, diese gekocht und anschliessend davon 300 g verwendet)
  • 1 EL Zitronensaft (oder Weissweinessig)

Anleitung:

Schäle und koche die Kartoffeln ungefähr 20 min bis sie weich sind. In der Zwischenzeit kannst du die Zutaten für die Gewürzmischung mit 1 TL Salz in einem Mörser zu einem möglichst feinen Pulver verarbeiten. Danach müssen die Zwiebel, die Knoblauchzehen und der Ingwer geschält und zusammen mit der Chilischote und den Curryblättern fein gehackt werden. Schneide die abgekühlten Kartoffeln in kleine Stücke. Danach erhitzt du das Kokosfett in einer Bratpfanne und gibst die Gewürzmischung sowie die gehackten Zutaten dazu. Brate dies kurz an und füge dann noch die Kartoffeln, die Erbsen und den Zitronensaft dazu. Nach deinem Geschmack, kannst du noch nachsalzen. Für den Teig habe ich mich nicht am Krautkopf-Rezept orientiert, sondern einen einfachen Wrap-Teig verwendet. In diesem Video siehst du, wie ich den Teig zubereite. Nimm einfach von allem die doppelte Menge und folge dem Video nur bis zum Schritt, bei dem die Teigfladen ausgewallt, aber noch nicht gebacken sind. Das heisst, du mischst das Mehl und das Öl mit 200 ml Wasser und einer Prise Salz und knetest daraus einen Teig. Danach teilst du den Teig in 8 gleich grosse Kugeln. Mit einem Nudelholz kannst du aus diesen Kugeln 8 flache Kreise formen. Falls nötig, kannst du sie auf beiden Seiten mit Mehl bestäuben. Folge dieser tollen Anleitung, um nun gefüllte Samosas zu kreieren. Die fertigen dreieckförmigen Samosas legst du auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Optional kannst du sie noch mit Öl bestreichen. Danach werden sie bei 200 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen 40 min gebacken. Die Füllung, die übrigbleibt, kannst du mit Reis oder Gemüse geniessen.

So sehen die „Samosa Pies“ aus dem Krautkopf Kochbuch aus. Ich entschied mich jedoch, die klassische Samosa Form beizubehalten. In diesen dreieckigen Wundertüten versteckt sich eine köstliche Füllung!

Hier gibt es noch ein Video, in dem das Krautkopf Kochbuch präsentiert wird:

Und hier kannst du das Buch kaufen:

Print: books.ch, buch.ch, thalia.ch, amazon.de, amazon.com

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Und wie gefällt dir die Samosa-Füllung aus dem Krautkopf Kochbuch?

Hast du noch Fragen zum Kochbuch? Gerne beantworte ich sie, wenn du einen Kommentar hinterlässt.

Liebe Grüsse

Lisa

P.S. Falls dir der Artikel gefällt, freuen wir uns über Shares und Likes.

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1 Kommentar

  • Antworten Adventskalender 2015 16. April, 2019 at 12:56

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