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Rezepte, Tipps

Kochbuch-Review: „Familienrezepte glutenfrei“ & Quinoatarte mit Zucchetti und Lauch

«Cannelle et Vanille» ist der erste Food Blog, den ich vor einigen Jahren begeistert entdeckte. Er war sozusagen mein Tor zur wunderbaren Welt der künstlerischen Food Fotografie, des Kreierens und weltweiten Teilens von aussergewöhnlichen Rezepten und der Geschichten rund um das naturverbundene Kochen und Leben. Aran Goyoaga, die hinter diesem Blog steht, ist für mich bis heute eine enorme Inspiration und eine meiner absoluten Lieblingsfotografinnen. Ihr Kochstil unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von meinem. Dennoch bewundere ich ihre Rezepte und bin ein grosser Fan ihres Kochbuchs «Familienrezepte glutenfrei». Ich habe daraus zum ersten Mal eine glutenfreie Tarte, bestehend aus verschiedenen Mehlen, gebacken. Die Füllung enthält unter anderem Quinoa, Lauch und Zucchetti . Das köstliche und frühlingshafte Resultat mit Rezept findet ihr unten in diesem Artikel.

Hier mein Review zum Kochbuch “Familienrezepte glutenfrei” von Aran Goyoaga.

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Familienrezepte glutenfrei
Autor: Aran Goyoaga
Verlag: AT Verlag

Aran Goyoaga wohnt in Seattle und betreibt seit Jahren den erfolgreichen glutenfreien Food Blog „Canelle et Vanille„.

Wer ist Aran Goyoaga?

Aran Goyaga lebt mit ihrer Familie in Seattle. Aufgewachsen ist sie im Baskenland, in der Nähe der spanisch-französischen Grenze. Ihre Grosseltern mütterlicherseits führten damals eine kleine Konditorei, worin Aran Goyoaga einen grossen Teil ihrer Kindheit verbrachte. An den Sonntagen besuchte sie jeweils die Grosseltern väterlicherseits, die einen Bauernhof besassen. Sie hatte somit sehr früh einen direkten Kontakt mit der Produktion und der Zubereitung von Lebensmitteln. In ihrer Familie war das gemeinsame Essen stets ein verbindendes Erlebnis. Sie studierte zuerst Wirtschaftswissenschaften. Doch als sie in die USA zog, wurde ihre Leidenschaft fürs Kochen immer grösser, weil es sie trotz der Entfernung mit ihrer Heimat verband. So beschloss sie, eine Kochschule zu absolvieren, und arbeitete anschliessend als Profiköchin. Als sie Mutter wurde, kündete sie ihren Job und startete stattdessen den Blog «Cannelle et Vanille». Zur selben Zeit litt sie unter plötzlichen Schwindelanfällen und anderen Gesundheitsbeschwerden. Nach vielen Untersuchungen wurde bei ihr eine Glutenunverträglichkeit festgestellt. So wurde ihr Blog bald eine Plattform für glutenfreie Familienrezepte und hatte immer mehr Leser.

Hier ein kleines Video, in dem sie sich selber vorstellt:

Wie sind die Rezepte?

Wie erwähnt, sind die über 100 Rezepte in Aran Goyoagas Kochbuch alle glutenfrei. Unterteilt sind sie in die vier Jahreszeiten. In jedem der vier entsprechenden Kapitel gibt es zuerst salzige und danach süsse Rezepte. Dass die Autorin einen Hintergrund in Patisserie hat, merkt man an der grossen Vielfalt an ausgeklügelten Dessertrezepten. Das Buch enthält zahlreiche Kuchen, Tartes, Cookies und andere Leckereien aus dem Backofen. Verwendete Zutaten sind zahlreiche glutenfreie Mehlsorten wie Reismehl, Kastanienmehl oder Kokosmehl. Die salzigen Rezepte sind baskisch inspiriert. Sie enthalten Eier, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, verschiedenste Gemüsesorten und Hülsenfrüchte. Manchmal sind die Zutaten etwas speziell. Ein Beispiel wären die schwarzen Kirschtomaten, die für eine Sommersuppe benötigt werden. Aran Goyoaga arbeitet mit viel Kräutern und Gewürzen. Ich interpretiere ihre Rezepte so, dass jeweils eine Zutat oder eine besondere Kombination von Zutaten im Zentrum stehen, und der Rest sich daran anpasst. So findet man beispielsweise Grapefruit und Garnelen in einem Risotto, Erdbeeren und Pistazien auf süssen Galettes, Äpfel und Pastinaken in einer Suppe oder Mohn und Nektarinen in einem Kuchen.

Was gibt es sonst noch zu finden?

Am Anfang des Buches erzählt Aran Goyoaga auf eine sehr schöne Art ihre Lebensgeschichte. Sie gibt zudem einige Tipps zum Backen und präsentiert ihre Lieblingszutaten. Eine sehr lange Liste von unterschiedlichen glutenfreien Mehlen, Stärken und Bindemitteln, von denen ich teilweise noch nie gehört habe, bietet eine tolle Einführung ins Universum der glutenfreien Küche. Der empfohlenen Küchenausstattung ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet. Die Fotografie spielt eine grosse Rolle in diesem Buch. Nicht nur jedes Rezept ist fotografisch illustriert, sondern auch in der Einführung und zu Beginn jedes Kapitels finden sich wunderschöne Bilder, auf denen die Natur, Aran Goyoagas Kinder, einzelne Zutaten und Gerichte abgebildet sind. Zu jedem Kapitel gibt es eine Einleitung mit Anekdoten aus dem Leben der Autorin. Die Rezepte sind mit persönlichen Kommentaren sowie einigen Extra-Kochtipps ergänzt.

Was ist besonders toll?

Für mich persönlich sind die Fotos in diesem Buch das absolute Highlight. Wenn ihr das Buch kauft oder auf dem Blog «Cannelle et Vanille» vorbeischaut, dann wisst ihr, wovon ich rede… Doch auch die Rezepte sind sehr inspirierend. Wie ihr bereits wisst, mag ich besondere Geschmackskombinationen, wovon es jede Menge im Kochbuch «Familienrezepte glutenfrei» gibt. Dass alles glutenfrei ist, würde einem definitiv nicht auffallen, wenn man nur die Bilder anschauen würde. Aran Goyoaga hat sich zum Ziel gesetzt, zu zeigen, dass die glutenfreie Küche nicht langweilig ist und hat dies mehr als erreicht.

Was könnte besser sein?

Nicht alle, aber viele Rezepte sind eher aufwändig. Somit dauert deren Zubereitung auch eine Weile. Leider ist die Zubereitungszeit jeweils nicht angegeben, sodass man zuerst das Rezept durchlesen muss, um einzuschätzen, ob man den Aufwand auf sich nehmen möchte oder nicht.

Für wen ist das Buch geeignet?

Ganz besonders ist das Buch natürlich für Leute, die sich glutenfrei ernähren, geeignet. Für diese Leute, würde ich sogar fast sagen, dass «Familienrezepte glutenfrei» ein Muss im Kochbücherregal ist. Zusätzlich empfehle ich das Buch all jenen, die Food Fotografie mögen. Aus dieser Perspektive handelt es sich um ein Meisterwerk. Ich lerne immer wieder extrem viel, das ich beim Fotografieren umsetzen kann, wenn ich die Bilder betrachte. Wer gerne etwas aufwändiger kocht, besondere Zutaten kennenlernt und diese auf geniale Art kombiniert, wird von «Familienrezepte glutenfrei» begeistert sein. Falls du mehr übers Backen lernen möchtest, bietet dir das Buch eine tolle Einführung. Verschiedene Backkonzepte werden vorgestellt. Insbesondere die Dessertliebhaber werden sich ins Buch verlieben, da ungefähr die Hälfte der Rezepte unglaublich lecker aussehende Süssspeisen sind.

Rezeptbeispiel

Wie gesagt, habe ich mich dank dem Kochbuch «Familienrezepte glutenfrei» zum ersten Mal an eine glutenfreie Tarte gewagt. Das Rezept ist im Kapitel der salzigen Frühlingsrezepte zu finden. Ich habe es so angepasst, dass es für mich optimal funktioniert und aus rein pflanzlichen Zutaten besteht. Die Tarte besteht aus drei Schichten: 1. Ein glutenfreier Teigboden aus verschiedenen Mehlen und Thymian. 2. Eine Mischung aus Quinoa, Zucchetti und Lauch. 3. Eine frische Schicht aus Milchprodukten, die ich durch unsere Cashew Sour Cream erfolgreich ersetzte, kombiniert mit Pfeffer und Zitronenschale. Zusammen bieten diese drei Schichten eine wunderbare geschmackliche Harmonie, die du dir nicht entgehen lassen solltest!

QUINOATARTE MIT ZUCCHETTI UND LAUCH

laktosefrei, sojafrei, glutenfrei, Vollkorn, pflanzlich (vegan)

für 4 Personen

Schwierigkeitsgrad: mittel

Zubereitungszeit:

Zutaten:

  • 70 g Vollkornreismehl 
  • 70 g Quinoamehl 
  • 35 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Amaranthmehl
  • 1 TL getrockneter oder frischer Thymian
  • 60 ml und 2 EL Olivenöl
  • 50 g Quinoa
  • 2 Zucchetti
  • 2 Lauchstangen
  • 1 Apfel (mit 100 g Cashews und 40 ml Apfelessig)
  • ½ TL geriebene Zitronenschale
  • Pfeffer

Anleitung:

Das Vollkornreismehl, das Quinoamehl, die gemahlenen Mandeln, das Amaranhmehl, den Thymian und etwas Salz vermengst du in einer grossen Schüssel. Füge 125 ml kaltes Wasser sowie 60 ml Olivenöl hinzu und knete das Ganze zu einem Teig. Den Teig verpackst du in Klarsichtfolie und stellst ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit kannst du das Quinoa mit etwas Salz und Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und anschliessend bei reduzierter Hitze ungefähr für 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Die Zucchetti reibst du, mischst sie mit Salz und lässt sie in einem grossen Sieb abtropfen. Der Lauch soll in Scheiben geschnitten werden. Brate das Gemüse in einer Bratpfanne mit 2 EL Olivenöl an und mische es anschliessend mit dem Quinoa. Bereite auch die Cashew Sour Cream zu und mische sie mit der geriebenen Zitronenschale sowie dem Pfeffer.

Nun musst du den Teig ausrollen und in einer Kuchenform mit 22 cm Durchmesser, die du mit Backpapier belegst und am Rand einfettest, auslegen. Bedecke den Teigboden mit Backpapier und lege ein paar getrocknete Bohnen darauf. Den Ofen musst du auf 190 Grad vorheizen und den bedeckten Tarteboden für 10 Minuten so backen. Entferne das Backpapier und die Bohnen, bevor du den Tarteboden mit dem Quinoa bedeckst. Als oberste Schicht bestreichst du die Tarte mit der Cashew Sour Cream. So kannst du sie nochmals ungefähr 25 Minuten oder bis der Teig knusprig ist im Ofen bei 180 Grad backen.

Auf dem linken Foto seht ihr meine pflanzliche Version, während rechts das Foto aus dem Kochbuch «Familienrezepte glutenfrei» abgebildet ist.

Hier gibt es übrigens noch ein schönes Video, in dem das Kochbuch vorgestellt wird:

Und hier kannst du das Buch kaufen:

Print: books.ch, buch.ch, thalia.ch, amazon.de, amazon.com

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Wirst du deinen Frühling mit diesem tollen glutenfreien Rezept starten?

Und was ist deine Meinung zum Buch «Familienrezepte glutenfrei»?

Herzliche Grüsse

Lisa

P.S. Falls dir der Artikel gefällt, freuen wir uns über Shares und Likes.

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