The Hero’s Journey
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17 Schritte deiner Heldenreise im neuen Jahr

Ziele. Vorsätze. Visionen. Wenn es dir so geht wie mir, hast du eine Vorstellung davon, was du im neuen Jahr umsetzen und erreichen willst. Doch der Weg zur Erreichung unserer Ziele ist manchmal eine emotionale Achterbahn voll mit Momenten von Angst, Freude, Unsicherheit und Erfüllung.

Joseph Campbell, ein US-amerikanischer Professor der Mythologie, konzipierte dazu «The Hero’s Journey». Dies ist ein Muster einer Heldenreise, welche sich in den verschiedensten Mythen, Legenden und Sagen der Menschheitsgeschichte wiederholt. Das Konzept der Heldenreise lässt sich auch auf unser eigenes Leben übertragen und hilft uns, die Höhen und Tiefen dieser Reise zu verstehen und zu überwinden.
Du bist der Held deiner Geschichte. Wo auch immer du in deiner Heldenreise stehst, ich hoffe dieser Artikel hilft dir dabei, über deinen Schatten zu springen, den nächsten Schritt zu nehmen und im neuen Jahr deinem Ruf zu folgen.

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Deine Heldenreise

1. Der Ruf des Abenteuers

Deine Heldenreise beginnt in deinem gewohnten Alltag. Irgendetwas stimmt nicht, irgendetwas scheint zu fehlen. Auch wenn du es noch nicht genau erfassen kannst, kannst du es klar spüren. Plötzlich erscheint ein Weg in Form einer Inspiration, eines Ziels oder eines Vorsatzes, der dich zu neuen Abenteuern ruft. Nimmst du die Herausforderung an?
Was gibt es in deinem Leben an neuen Wegen, die sich dir dieses Jahr eröffnet haben?
Als Lisa und mir im letzten Jahr die Idee von «Journey to Real Life» kam, zeigte sich uns ein neuer Weg, der die Art, wie wir unser Leben lebten, verändern würde. Wir standen vor der Entscheidung, dieser Berufung zu folgen oder weiter unser bisheriges Leben zu leben.

2. Die Weigerung

Bestimmt kennst du das auch. Dem Ruf des Abenteuers zu folgen würde heissen, aus unserer Komfortzone herauszutreten und uns unseren eigenen Schwächen und Unsicherheiten zu stellen. Dies führt in vielen Fällen zu einer Verweigerung der ursprünglichen Berufung. Der anfängliche Enthusiasmus verblasst.

3. Der Mentor

Das Auftreten eines Mentors, einer Person, die uns auf den Weg vorbereitet und dazu inspiriert, die Reise ins Abenteuer anzutreten, kann die ursprüngliche Weigerung in eine Zustimmung umwandeln. Anstelle eines Mentors kann auch ein Vorbild, ein Blog oder ein Buch treten, welches uns die Machbarkeit des Weges vorzeigt. Im Falle von Journey to Real Life haben uns etablierte Blogs, Nachhaltigkeitspioniere und zukunftsorientierte Unternehmer dazu inspiriert, den Weg anzugehen. Ein Umfeld von Menschen, die eine Denkweise haben, welche derjenigen unseres Ziels entspricht, kann ebenfalls lebensverändernd sein.

4. Das Überschreiten der ersten Schwelle

Du überwindest dich und überschreitest die erste Schwelle zu deinem neuen Weg. Was ist bei dir der nächste Schritt? Lisa und ich haben, als wir uns für den Start von Journey to Real Life entschieden, an einem intensiven Wochenende den Blog aufgebaut, ein Dessertkochbuch geschrieben und erste Inhalte erstellt. Der nächste Schritt darf natürlich auch weniger aufwendig anfallen. Wichtig ist es, einen Schritt nach vorne zu machen, sei er auch noch so klein.

5. Der Bauch des Walfisches

Hat die Reise einmal begonnen, werden wir uns dem Ausmass der Aufgabe, die wir für uns gewählt haben, bewusst. Die Hindernisse, die sich uns in den Weg stellen, drohen uns zu überwältigen. Hier ist Mut und Resilienz gefragt. Wie in einem früheren Artikel erwähnt stecken in den Hindernissen die Chancen zur Erfüllung unserer Ziele.

6. Der Weg der Prüfungen

Unsere inneren Wiederstände manifestieren sich in auftretenden Hindernissen und Problemen, die als Prüfungen interpretiert werden können. Oft kommt etwas nicht genau so, wie ich es eigentlich erwartet hätte. Diese Prüfungen machen das Leben und die Reise aus und bilden den Charakter.

7. Die Begegnung mit der Göttin

Du begegnest auf deiner Reise Verbündete, welche dich vollkommen machen. Wir haben unseren Weg mit Journey to Real Life als Paar gestartet. Wir ergänzen uns in unseren Stärken und Schwächen und wenn eine Person nicht weiter kann, hilft ihr die andere auf. In klassischen Heldenmythen handelt es sich dabei meist um eine gegengeschlechtliche Person (eine Göttin, ein Gott), die einen vollkommen macht. Je nachdem hast du deine Reisegefährten schon gefunden oder du begegnest ihnen noch in diesem Jahr.

8. Die Verführung

Auf unserer Heldenreise sind wir immer wieder weltlichen Verlangen unterworfen. Wir verlieren unsere Ziele aus den Augen und geben uns der Verführung hin. Der Weg ist jedoch nicht zu Ende.

9. Die Versöhnung

Lange sind wir von äusseren Umständen abhängig und stehen in Konflikt mit Erwartungen von aussen und unserer eigenen Individualität. Wir warten auf eine Bestätigung von aussen während wir unseren eigenen Weg gehen wollen. Es kommt der Punkt, an dem wir uns mit uns selbst versöhnen und lernen, uns selbst zu vertrauen. Dadurch lernen wir unsere eigene Rolle und Verantwortung wahrzunehmen. Dies ist ein Stadium, an dem ich in gewissen Lebensbereichen bin.

10. Die Vergöttlichung

In der Verwirklichung unserer Ziele wird uns bewusst, dass wir göttliches Potential in uns tragen. Es scheint nichts mehr unmöglich.

11. Die Endgültige Segnung

Es kommt der Zeitpunkt, an dem wir unsere neuen Vorsätze verinnerlicht haben. Das erreichte Ziel symbolisiert die Erfahrungen, die wir auf diesem Weg gemacht haben. Diese werden uns fortan auf unserem Lebensweg begleiten.

12. Verweigerung der Rückkehr

Nach einem solchen Abenteuer kann es uns manchmal schwerfallen, wieder in den Alltag zurückzukehren. Wir verlieben uns förmlich in unser neues Ich und unsere neue Umgebung. Ich kenne das vor allem von Bootcamps, Gesundheitswochen und Ferien.

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13. Die Flucht

Es kann passieren, dass wir uns in unserer neuen Identität verlieren. Dies hat zur Folge, dass wir uns von der neu entdeckten Welt losreissen müssen und äussere Umstände oder innere Beweggründe uns zwingen, wieder in unseren Alltag zurückzukehren.

14. Rettung von aussen

Um den Weg zurück in die alltägliche Welt zu finden, werden genauso wie beim Aufbruch der Reise auch bei der Rückkehr von der Reise Gefährten benötigt, die einem zurück verhelfen. Weshalb sollte man überhaupt zurück wollen, jetzt wo man sein vermeintliches Ziel erreicht hat? Dazu mehr in Schritt 17.

15. Rückkehr über die Schwelle

Du bist am Ende deiner Reise angelangt. Wieder zurück im Alltag lernst du deine Erfahrungen und Fähigkeiten in dein Alltagsleben zu integrieren.

16. Herr der zwei Welten

Nun verfügst du über die Fähigkeiten und Erfahrungen, welche du vor dem Antritt deiner Reise hattest, und zusätzlich über die neu erlernten Fähigkeiten. Alle Prüfungen, die du durchlaufen hast, haben dich zu einem reiferen Menschen gemacht.

17. Die Erfahrungen der Welt weitergeben

Was du auf deinem Weg gelernt und erfahren hast, gibst du der Welt in Form von Erzählungen, Artikeln, Kunst, deiner Ausstrahlung, etc. weiter. Wir verändern die Welt indem wir uns selbst sind.

Mit Journey to Real Life haben wir uns zum Ziel gesetzt, all das, was wir zu einem bewussteren und nachhaltigeren Leben gegenüber unserer Umwelt, unseren Mitmenschen und uns selbst lernen, weiter zu geben. In diesem Prozess lernen wir immer wieder neue Dinge dazu, was unsere Heldenreise wieder an den Start setzt und uns zu neuen Abenteuern ruft. Dies macht unsere fortlaufende Journey to Real Life aus.

Ruf des Abenteuers

Welchem Ruf folgst du?

Life-has-no-meaning.-Each-of-us-has-meaning-and-we-bring-it-to-life.-It-is-a-waste-to-be-asking-the-question-when-you-are-the-answer.---Joseph-Campbell
Nimmst du die Herausforderung an, kommst du als neuer Mensch zurück und es erwartet dich eine grössere Version deiner selbst.

Frohes neues Jahr 2016!

Prosper

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