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Tipps

Das Streben nach Glück

Grosse Entscheidungen zu Beziehung, Karriere, Wohnort und mehr treffen wir anhand dessen, wovon wir denken, dass es uns glücklich macht. Dies ist zu einem grossen Teil durch die Werbung, die Medien, die Erziehung und den Bildungsweg beeinflusst. Das Streben nach Glück wird auf diesen Wegen oft mit Streben nach Titeln, Geld, Komfort und Besitztümern gleichgesetzt. Dies ist ein nie zu Ende gehender Prozess. Sobald das Ziel erreicht ist, ist es schon nicht mehr genug und es muss mehr her. Dieser Prozess wird auch oft als Hamsterrad bezeichnet und im Hamsterrad ist das Streben nach Glück eine wirtschaftliche Treibkraft.

Wir wissen intuitiv, dass es auch noch andere Wege zum Glück geben muss. Wege, die nicht enthalten, dass wir konsumieren, einen gewissen Geldbetrag anhäufen oder gewisse Titel akquirieren müssen, um glücklich zu sein. Einen direkteren Weg.

Dieser Artikel beschreibt Wege zum tiefsitzenden permanenten Glück, das von innen kommt und unabhängig von äusseren Umständen ist. Hier ist, was wir auf unserer Journey gelernt haben.

Bewusstsein üben

Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich dem Glauben verfalle, dass ich Ekstase und Hochgefühle mit Glück gleichsetze. Auch wenn diese Dinge ihren Platz im Leben haben, ist es doch wichtig, nicht zu vergessen, dass wir als Menschen im Normalzustand von Grund auf Glücklich sind. Genauso wie wir im Normalzustand physisch gesund sind, sind wir auch geistig gesund. Wir erkennen dies klar in den Augen von Kindern und Menschen, die im Moment leben. Der Blick nach innen und das Bewusstsein unserer selbst bringen uns zurück zur inneren Ruhe und Zufriedenheit.

Du bist nicht die Stimme in deinem Kopf, welche deine Umstände positiv oder negativ bewertet und deinen Gemütszustand beeinflusst. Vielmehr bis du das Bewusstsein, welches diese Stimme wahrnimmt. Das Bewusstsein, das die Frage „Wer bin ich?“ an sich gerichtet wahrnimmt. Wirst du dich deiner wahren Identität bewusst und kannst dadurch dein Wohlbefinden von deinen Umständen lösen, ist in jeder Situation Glück zu finden.

Meditation: Ein Weg, diese Art von Bewusstsein zu üben, ist die Meditation. Hierzu haben wir in der Vergangenheit den Artikel „Einführung in die Meditation“ geschrieben, welcher eine Meditation in zwei Schritten lehrt. Das bewusste Ausführen von Tätigkeiten, wie zum Beispiel das bewusste Geniessen einer Mahlzeit und der sich im Mund entfaltenden Geschmäcker, ist ebenfalls hier einzuordnen.
Betäubung einschränken: Die Betäubung mit Abhängigkeiten, Alkohol, Fernsehen, Tratsch, Unterhaltung oder Drogen lenkt unseren Blick nach innen ab und schränkt unser Bewusstsein und unsere menschliche Erfahrung ein. Indem ich Betäubung wie zum Beispiel Fernsehen (in meinem Fall YouTube-Videos) in meinem Leben einschränke, komme ich mir selbst und meinem inneren Glück näher.
Lebensziele: Definieren, was wir vom Leben wollen, und danach handeln und leben bringt uns näher zu unserer inneren Quelle. Lisa und ich haben dies beide getan, indem wir unser Leben in Kategorien, wie Familie, Beziehung, Beruf, Gesundheit, …, die je nach Person verschieden ausfallen können, eingeteilt haben. Für jede dieser Kategorien haben wir persönliche konkrete Lebensziele und Rollen – die Identität, mit der wir uns in dieser Kategorie identifizieren wollen – überlegt und niedergeschrieben. Die Befassung mit den eigenen Lebenszielen ist ein laufender Prozess, in dem sich die Ziele je nach Lebenssituation und aktuellen Gegebenheiten anpassen.

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Dein Dharma leben

Was macht dich lebendig? Vom Autor, Arzt, Ayurvedagelehrten und Forscher Deepak Chopra habe ich das Prinzip des Dharmas gelernt. Dein Dharma ist dein einzigartiges Talent, welches du gerne ausübst und mit dem du der Menschheit dienen kannst. Das können mehrere Dinge sein. Dazu gehört all das, bei dessen Tätigkeit du die Zeit vergisst. In gewissen Kreisen ist auch von Flow die Rede. Gemäss Chopra sind deine persönlichen Finanzen beim Ausleben deines Dharmas nie ein Problem, da du dadurch der Menschheit am besten dienst und Überfluss in deinem Leben und im Leben anderer schaffst. Dies beschränkt sich nicht nur auf eine Tätigkeit, sondern kann verschiedenste Talente und Aktivitäten umfassen.

Stell dir vor, du würdest dein Leben mit der Tätigkeit ausfüllen, die dein Dharma ist. Mach dazu eine Liste deiner Talente, die du geniesst, und deiner liebsten Aktivitäten und überlege dir, wie du damit der Menschheit dienen kannst. Ich bin selbst zurzeit an einem laufenden Prozess, mein Leben entsprechend meinem Dharma umzustellen, um Überfluss im Leben meiner Nächsten und in meinem eigenen Leben zu schaffen. Diese Lebensweise erhöht stark mein tief empfundenes Glück. Dadurch, dass du dein Dharma lebst, lebst du gemäss deinem innersten Ich. Wer du bist kann dir kein äusserer Umstand nehmen.

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Leben im Jetzt

Letzten Endes möchte ich den direktesten Weg zum inneren Glück mit dir teilen. Das Leben im Jetzt. Alltagsstress und Sorgen, die uns quälen, kommen oft davon, dass wir uns selbst ausmalen, wie gewisse Situationen sich in Zukunft entwickeln könnten. Im Moment angelangt ist es jedoch nicht so schlimm, wie wir es uns gedacht hätten. Wenn wir im Jetzt leben, durchbrechen wir dieses Muster und haben die Freiheit, jederzeit im Moment tiefes Glück zu empfinden. Präsent sein im Alltag lässt sich mit der Konzentration auf die Sinne üben, bei unserer Arbeit, beim Essen, bei einer Diskussion. Zudem hilft es, Gegebenheiten nicht sofort als gut oder schlecht, positiv oder negativ zu bewerten, sondern diese einfach zu akzeptieren, wie sie sind. Das Gleiche gilt auch für Situationen, in denen Vergebung angebracht ist, damit wir selbst nicht den Geistern der Vergangenheit nachtrauern. Sowohl gegenüber uns selbst, wie auch gegenüber unseren Mitmenschen.

Ich hoffe, dass ich dir in diesem Artikel neue Wege oder eine alternative Ansicht zum Streben nach Glück, das im Hier und Jetzt tief in dir drin zu finden ist, aufzeigen konnte. Wenn du etwas hinzuzufügen hast oder einige Punkte unklar sind, freue ich mich über Fragen und Kommentare.

The journey itself is my home.

Prosper

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2 Kommentare

  • Antworten Sandra Füllemann 1. Oktober, 2016 at 16:43

    Danke, dass ich über euch Zugang zur Meditation gefunden habe! Für mich ist das ein Schlüsselpunkt, wenn ich mir regelmässig Zeit dafür nehme in mich hinein zu horchen, ergibt sich für mich der Rest von alleine. Natürlich arbeite ich weiterhin daran, dass ich mich im Alltag nicht ablenken lasse, von zu viel unnötigem „Lärm“ für mein Bewusstsein. Er gehört sicherlich dazu. Aber durch das Besinnen auf die Erfahrung während der Meditation und auch durch Kurzmeditationen, wenn die Ablenkungen gerade zu heftig auf mich einprasseln, kann ich viel besser damit umgehen. Es hat mir nicht nur geholfen mit Problemen und meinen Schwächen umzugehen, sondern vielmehr ermöglicht es mir noch, das Leben zu geniessen und all die schönen Momente und Kleinigkeiten, die es ständig bietet, auszukosten.

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