The Vegan Market
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12 Entdeckungen am ersten The Vegan Market in Zürich

Rohe Schweizer Schoko-Pralinen, imposante Aloe Vera Blätter, vegane Weine und frische Sprossen zum selber ziehen. Am ersten The Vegan Market in Zürich Anfang Dezember gab es viele interessante Produkte zum Entdecken und ein Rahmenprogramm, das auf die Hintergründe der Produkte einging.

Mich persönlich faszinierte insbesondere die Vielfalt an jungen und etablierten Unternehmen, welche mit ihren pflanzlichen Produkten den Wandel des bestehenden Angebots unterstützen und unserer Gesellschaft etwas Gutes bieten wollen.

Hier 12 Entdeckungen aus dem The Vegan Market in Zürich.

Veganer Wein und veganes Bier

«Was ist an Wein nicht vegan?» ist eine Frage, die immer wieder auftaucht. Deshalb fragten wir den erfahrenen Bioweinhändler Angelo Romanin aus St. Gallen, der mit seinem Stand Romanin Weine am Markt vertreten war, über die Hintergründe aus.

Wein als solches ist ein rein pflanzliches Produkt, welches durch die Vergärung von Trauben hergestellt wird. Dabei bleiben Schwebestoffe zurück, welche mit Einsatz von Gelatine (wird aus tierischem Bindegewebe wie Häute und Knochen hergestellt) im Klärungsprozess aus dem Wein genommen werden. Da Gelatine sehr günstig ist, wird sie zur Herstellung der meisten Weine so angewendet. Bei veganen Weinen passiert dieser Prozess oft mit Bentonit (Mineralerde) oder mit einem manuellen Verfahren.

Viele Premium-Weine wie Mouton-Rothschild werden bereits vegan produziert und auch bei biodynamischen Weinen mit «Demeter»-Label ist der Herstellungsprozess vegan. Romanin Weine hat 220 ausgewählte vegane Bioweine im Sortiment.

Auch bei Bier wird oft ein Klärungsverfahren mit Gelatine angewendet. Dabei ist das naturtrübe Bier fast immer auch gleichzeitig vegan. Der Produzent von naturbelassenem Bier LägereBräu war ebenfalls mit einem Stand und einer Degustation ihrer Biersorten vertreten.

Sprossen selber ziehen

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Marco Vonmoos von SprossenSamen.ch hat sich jahrelang damit beschäftigt, ein Keimglas-Set zu entwickeln, welches das Sprossen von Samen für alle möglichst einfach und zugänglich macht. Sprossen sind gekeimte und gesprosste Samen, welche besonders frisch sind und viele Enzyme, Proteine und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Sie können aus Hülsenfrüchten wie Linsen und Kichererbsen, Gewürzen wie Bockshornklee und Senf sowie aus Getreide, Gemüse und vielen weiteren Samen hergestellt werden.

Wir haben uns vor ein paar Monaten selbst ein solches Keimglas-Set gekauft und haben Freude an den von uns selbst frisch gesprossten Samen.

Unverarbeitete Bio Aloe Vera Blätter und Pflanzen

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In vielen Kosmetik- und Gesundheitsprodukten sind Aloe Vera Bestandteile zu finden. Der Pflanze werden beruhigende und heilende Eigenschaften zugeschrieben. Ausserdem ist sie voller Vitamine und Mineralstoffe.

Ich war sehr überrascht am The Vegan Market einen Stand anzutreffen, welcher unverarbeitete biologische Aloe Vera Blätter und Pflanzen verkauft. Diese werden von der Biotech-Ingenieurin Ibtissem über ihren Online-Shop www.health-for-all.ch angeboten.

Nachhaltige Gourmetschokolade aus der Schweiz

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Löw Delights bringt frischen Wind in die Schweizer Schokolade. Sie stellen von Hand und mit Liebe gemachte Gourmetschokolade aus fairen Kakaoproduktionen her. Der hohe Qualitätsanspruch lässt sich wirklich schmecken. Ähnlich wie Journey to Real Life sind sie davon überzeugt, dass sich Genuss und Nachhaltigkeit verbinden lassen, weshalb auch alle Produkte bis auf eines vegan sind.

Noch mehr Schokolade und das roh 🙂

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Zusätzlich zur Schweizer Schokolade waren auch Händler wie Yumraw vertreten, welche rohe, vegane und biologische Schokolade aus aller Welt vertreiben. Ein köstliches Beispiel ist die abgebildete rohe Schokolade des australischen Unternehmens Loving Earth, welche eine neue Geschmackserfahrung in den Schokoladengenuss bringt.

Geschmacksvolle Bio Streuwürze ohne Zusatzstoffe

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Wie an vielen Food Events, ob vegan oder nicht, war ebenfalls der Stand von Christoph von Vita Naturalis vertreten. Sie vertreiben Pfiffikuss-Produkte, wovon insbesondere die Pfiffikuss Bio Streuwürze bekannt ist. Diese Streuwürze erinnert an Streuwürzen wie Aromat oder Mirador mit dem grossen Unterschied, dass sie weder Geschmacksverstärker, noch Milcheiweisse oder Zucker enthält.

Man sieht und schmeckt den intensiven Geschmack der darin enthaltenen Gemüse, Kräuter und Gewürze.

Weizengras-Saft

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Eine für mich eher neue Entdeckung war der LiveWheatgrass Weizengras-Saft. Weizengras ist ein Superfood, dass von vielen Seiten empfohlen wird. Es wird deshalb als Superfood bezeichnet, weil es eine extrem hohe Nährstoffdichte verschiedenster Vitaminen und Mineralstoffen enthält.
Der intensive Geschmack des Weizengrases passt gut zu meinem Geschmack und ich werde mir deshalb überlegen, in Zukunft selbst vollwertige Weizengrasprodukte zu mir zu nehmen.

Sacha Inchik, das Inka Superfood

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Ebenfalls anzutreffen waren die Bergolio Produkte aus den noch weniger bekannten Sacha Inchik Nüssen. Die Nüsse kommen aus den Anden in Peru. Es handelt sich um eine jahrtausendalte Pflanze, welche auch von den Inkas konsumiert wurde. Die Nüsse gehören zu einer der grössten pflanzlichen Omega 3 und 6 Fettsäure-Quellen.

Aus dem Sacha Inchik Mehl, das wir vom Markt mitnahmen, lassen sich ausserdem interessante proteinreiche Drinks herstellen.

Nachhaltige Kosmetikprodukte

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Mit anwesend waren mehrere Kosmetikprodukte-Stände, welche auf 100% natürliche Inhaltsstoffe setzen und tierversuchsfrei sind. Zum Beispiel stiessen wir auf die im Foto abgebildete Gaia Butter, welche frei von Wasser, Alkoholen, Parabenen, Erdölderivaten und jeglichen weiteren Zusatzstoffen ist.

Die beruhigende Creme wurde von einem Tattoo-Artisten entwickelt, der für die empfindliche Haut seiner frisch tätowierten Kunden keine nachhaltig produzierte und wirkungsvolle Pflegecreme auf dem Markt fand.

Pflanzliche Produktneuheiten

Im Untergeschoss des The Vegan Market war eine Spezialaustellung von Veeconomy mit dem Namen «New Plant-Based Brands» zu finden. Veeconomy ist ein Importeur von innovativen und nachhaltigen Produkten, welche ausschliesslich aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen. Bei der Degustation im Rahmenprogramm gab es interessante Produkte wie Brokkolichips, gesüsste Ingwer-Drinks und Vegan Jerkys.

Die Degustation wurde von Theo Favetto durchgeführt, bei dem man die Passion für innovative pflanzliche Produkte bei jedem Wort, das aus seinem Mund kommt, spürt.

Vlowers Magazin

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Ebenfalls mit dabei war Vlowers, ein veganes Magazin und ein Frühstückscafé in Zürich. Das von Sandra Weber gegründete Vlowers Magazin stellt regelmässig engagierte Leute und tolle Schweizer Projekte vor.

Nachdem wir schon selbst an einem solchen Frühstückscafé teilgenommen haben, habe ich zur Unterstützung dieser tollen Sache gleich ein Magazin-Abo gemacht.

Food-Stände am The Vegan Market

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Am ersten The Vegan Market waren auch Food-Stände im äusseren Bereich anwesend. Dass wir uns gleich dort mit leckeren neuen Gerichten verpflegen konnten, passte mir natürlich gut. Ich habe von fast allem probiert und besonders haben mir die rein pflanzlichen tibetischen Momos auf dem Foto gefallen.

In diesem Artikel habe ich dir nur eine kleine Auswahl der dortigen Entdeckungen aufgezeigt. Für eigene Erfahrungen des gesamten Angebots lohnt es sich, bei Gelegenheit selbst vorbei zu schauen.

Wir sind gespannt, was uns The Vegan Market in Zukunft bringen wird. 🙂

Prosper

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